und Jonglage

Wer mag sie nicht, die Clowns und Artisten, die mit bunten Bällen, Keulen, Fackeln, Ringen, Tellern, Pois und noch so vieles mehr, den staunenden Zuschauen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern? Wer bewundert nicht die Fähigkeit, Gegenstände in wechselndem Rhythmus hoch zu werfen und alles wieder auf zu fangen, die Balance auf dem Einrad…

Aber Jonglage ist so viel mehr als dies. Zudem, dass das Jonglieren einfach nur Spaß macht und Freude bringt, kann man es fast überall tun, in Parks, Zuhause, im Garten, beim Warten und irgendwo so zwischendurch. Groß und Klein können sich in dieser Bewegungskunst üben. Jonglieren tut gleichzeitig etwas für Körper und Geist. Es fördert die Konzentration und Entspannung. Reaktionsfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Rhythmus und Gleichgewichtsgefühl. In diversen Studien, wie z.B. der Universität Jena und Regensburg führt regelmäßiges Jonglieren zu einer Verdichtung der grauen Substanz im Gehirn. Es schult die Hand-Auge-Koordination. Die Verbindung zwischen rechter und linker Gehirnhälfte wird gestärkt, was wiederum die Sprache, abstraktes Denken (links) mit dem räumlichen Denken und Verstehen bildhafter Zusammenhänge (rechts) stärkt und verknüpft, was zu einer Verbesserung der Hirnleistung führt.

Die Bewegungskunst des Jonglierens wird auch gerne als Musik für das Auge bezeichnet. Der wechselnde Rhythmus der Gegenstände, das Bewegen des Körpers, um die Gegenstände in der Luft zu halten, gleicht einem Tanz zur Musik. Gleichzeitig ist es etwas sehr Intuitives, denkt man zu viel geht es schief. Daraus resultiert der entspannende Charakter. Der Fokus liegt auf dem Hier und Jetzt. Bei Fehlschlägen fordert es auf, sich selbst und sein Handeln zu reflektieren und spornt dazu an, es erneut zu versuchen. Durch Spaß am Tun fördert es viele seelische und körperliche Prozesse.

Was bieten Jonglageworkshops speziell Kindern?

Schon allein das Zusehen motiviert zum Mitmachen und Lernen. Diese Motivation ist schon die Garantie für den Erfolg. Es fördert die Grob- und Feinmotorik, denn durch die korrekte Ausführung der Bewegungsabläufe stellt sich der Erfolg schneller ein. Es fördert in hohem Maße die Kreativität und den Ehrgeiz weitere Tricks zu lernen, die Gegenstände in veränderten Rhythmen oder Mustern zu werfen. Das dabei entstehende Körper- und Rhythmusgefühl wächst und lässt die Bewegungen im Unterbewusstsein verankern. Sind die Bewegungsabläufe verinnerlicht, ermöglich dies beim Jonglieren frei zu improvisieren und schafft den Raum, neue Möglichkeiten zu entdecken. Beim Jonglieren lernt man auch toleranter und reflektierter gegenüber den eigenen Fehlern zu werden, was wiederum am Ende das Selbstvertrauen stärkt.

Gerade in den letzten Jahren, welche für die ganze Gesellschaft Einschränkungen bedeutet haben, mussten vor allem die Kinder auf vieles verzichten was ihrer freien Entfaltung im Wege stand. Deshalb ist es mir eine Herzensangelegenheit, den Kindern in meinen Workshops nicht nur Entfaltungsmöglichkeiten zu geben, sondern vor Allem Lebensfreude zu schenken.